Voraussetzungen
Rettungshundeteams: Zusammenspiel von Mensch & Hund für den Einsatz
Ein Rettungshundeteam besteht aus einem Suchhund und seinem Hundeführer/-in, die von mindestens einem Helfer unterstützt werden. Die Ausbildung eines solchen Teams ist ein intensiver Prozess, der in der Regel 2 bis 4 Jahre dauert und kontinuierlich fortgeführt wird. Bereits im Welpenalter werden wichtige Grundlagen gelegt, um den Hund optimal auf seine spätere Aufgabe vorzubereiten. Dazu zählen die Sozialisation gegenüber Menschen und anderen Hunden, der Umgang mit Alltagssituationen sowie die Gewöhnung an verschiedene Umwelteinflüsse.
Die theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte umfassen Themen wie Geruchswahrnehmung, Windverhältnisse, Suchstrategien, Spurverläufe, Verhaltens- und Anzeigeformen des Hundes, Erste-Hilfe-Maßnahmen für Mensch und Hund, Topografie sowie die Kommunikation mit Helfern, Passanten, Rettungskräften und Behörden.
Diese umfassende Ausbildung bildet die Grundlage für Hund und Hundeführer/-in, die Rettungshundehauptprüfung des BRH abzulegen und damit die Einsatzreife zu erlangen. Um die Qualität und Sicherheit im Einsatz zu gewährleisten, wird diese Einsatzreife jährlich durch eine Wiederholungsprüfung überprüft.
Alle aktiven Mitglieder des Vereins trainieren regelmäßig mit Rettungshundeführern anderer Staffeln und Organisationen. Dies fördert die Zusammenarbeit und sorgt dafür, dass im Ernstfall ein reibungsloses Zusammenspiel gewährleistet ist.
Der Auftrag eines Rettungshundeteams besteht darin, vermisste Personen in ihrem Einsatzgebiet zu lokalisieren, sie erstzuversorgen und die Rettung einzuleiten. Das Ziel ist es, überall dort zu helfen, wo Leben und Gesundheit von Menschen – im In- und Ausland – bewahrt, geschützt oder gerettet werden können.
- Mindestalter 18 Jahre
- Teamfähigkeit
- Bindung & Beziehung zum vierbeinigen Partner » Zusammenarbeit mit Lob, Freude, Geduld
- Teamwork & Kommunikation » seinen Hund "lesen" lernen
- Einsatzplanung & Taktik » selbstständiges Arbeiten
- Körperliche & psychische Belastbarkeit
Wir trainieren mindestens 1x die Woche mit allen Sparten zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen den Teams zu stärken, die Fähigkeiten der Hunde kontinuierlich zu verbessern und auf realistische Einsatzsituationen optimal vorbereitet zu sein.
Die Rettungshundearbeit ist zeitintensiv. Neben dem Training, dass bei fast jedem Wetter stattfindet, wird Zeit für Theorieunterricht, Arbeitsdienste (eigener Trümmerkegel), Vorführungen, Prüfungen, Erste Hilfe Mensch, Erste Hilfe Hund, externe und verbandseigene Seminare und Einsätze benötigt.
Rettungshundearbeit setzt Mobilität voraus. Unsere Trainingsgebiete liegen im Kreis Gütersloh und den angrenzenden Kreisen. Im Einsatzfall sind wir aber schon mal in ganz NRW unterwegs. Auch haben wir die Möglichkeit in ganz Deutschland Prüfungen zu laufen. Der BRH verfügt über eigene Schulungszentren in Hünxe, Malchin und Mosbach. In diesen werden Seminare im Bereich Hunde-, Suchtrupphelfer-, Ausbilder- und Führungskräfteausbildung angeboten.
Dein Hund sollte einen sicheren Platz in deinem PKW haben. Da wir, wie oben erwähnt, bei jedem Wetter trainieren, ist eine Hundebox von Vorteil.
Neben dem Jahresbeitrag und den Fahrtkosten, fallen Kosten für deine Ausrüstung (Einsatzkleidung (anteilig), Einsatzrucksack, Kompass, Taschenlampe, Wetterschutzkleidung usw.) und die deines Hundes (z.B. Kenndecke, Glocken, Leinen, Geschirr, Spielzeug, Leckerchen usw.) an.
Ziel ist es deinen Hund und Dich möglichst schnell und natürlich effizient für Einsätze auszubilden.
- Basisausbildungen BRH | Kynologie
- Spartenspezifische Ausbildunginhalte (Fläche | Trümmer | Mantrailing)
- Suchtrupphelfer | Back-up
- Kompass & Karte
- Funken
- GPS
Ein Rettungshund muss besonderen Anforderungen gerecht werden, um den vielfältigen Herausforderungen im Einsatz gewachsen zu sein. Neben einer soliden Gesundheit und körperlichen Fitness sind folgende Eigenschaften und Fähigkeiten essenziell.
Diese Anforderungen werden durch eine umfassende Ausbildung und regelmäßiges Training gefördert, um den Hund optimal auf seine Aufgaben vorzubereiten.
- Mindestalter 6 Jahre | bestenfalls jedoch im Welpenalter starten
- keine rassespezifischen Hunde | ausgenommen sind "Brachycephale Hunderassen" (z.B. Mops, Pekinese usw.)
- Guter Geruchssinn » die Fähigkeit, feinste Geruchspartikel wahrzunehmen & zu unterscheiden
- Sozialisierung » Rettungshunde müssen sich sicher und freundlich gegenüber Menschen, Artgenossen und in unbekannten Situationen verhalten
- Arbeitsfreude & Motivation » ein Rettungshund sollte Freude an der Arbeit haben und bereit sein, auch über längere Zeit konzentriert zu suchen
- Nervenstärke » Lärm, Menschenmengen, ungewohnte Umgebungen oder schwierige Bedingungen wie Dunkelheit oder Trümmer dürfen den Hund nicht aus der Ruhe bringen
- Körperliche Belastbarkeit » Einsätze erfordern oft langes Laufen, Klettern oder Arbeiten in schwierigen Geländen. Der Hund muss diesen Belastungen standhalten können
- Gehorsam & Führigkeit » Der Hund muss auf die Anweisungen seines Hundeführers reagieren und dennoch selbstständig arbeiten können
Rettungshundearbeit ist kein Hundesport − im Ernstfall retten wir Menschenleben!
Wir bieten Schnupperkurse an, probieren Sie es aus und werden auch Sie Lebensretter!