Flächensuche
Die Suche nach vermissten Personen durch unsere Rettungshunde erfolgt vor allem in weitläufigen Waldgebieten
Flächensuchhunde eigenen sich für den Einsatz in unterschiedlichen Geländen. Obwohl sie bevorzugt in Waldgebieten zum Einsatz kommen, zählen auch Wiesenflächen und Felder zu den Einsatzgebieten. Durch regelmäßiges Training an verschiedenen Orten sind die Hunde dazu in der Lage, unabhängig von der Geländeform mit großer Ausdauer zu suchen. Weder dichter Bewuchs noch steil abfallendes Gelände stellen dabei ein Hindernis dar. Flächensuchhunde suchen ein vorgegebenes Suchgebiet bei Tag und Nacht gleich zuverlässig ab.
Die Voraussetzung für das sichere Bewältigen aller Einsatzlagen bildet eine umfangreiche und intensive Ausbildung der Teams, bestehend aus Hundeführer und Hund. Um diese umfassende Ausbildung in der gewünschten Qualität zu gewährleisten, bietet der auf die Flächensuche spezialisierte Fachbereich des BRH jedes Jahr zahlreiche Wochenend-Lehrgänge für die Flächensuchteams an. Die Zertifizierung der Ausbilder der regionalen Staffeln erfolgt durch den Fachbereich Ausbilderzertifizierung und seine kompetenten Mitarbeiter. Dabei wird auf die Einhaltung der im Qualitätshandbuch des BRH festgelegten Vorgaben größter Wert gelegt.
Die wichtigsten Ziele in der Ausbildung von Rettungshunden, um im Einsatz eine maximale Zuverlässigkeit sowie eine flächendeckende Suche zu gewährleisten:
- Anzeigen einer vermissten Person unverzüglich nach dem Auffinden
- Selbstständige Sucharbeit unter Ausnutzung der Windverhältnisse
- Zuverlässiges Arbeiten des Hundes in verschiedenen Geländestrukturen
- Optimale Zusammenarbeit mit dem Hundeführer
- Lenken des Hundes auch über größere Distanzen
- Schicken des Hundes in einzelne Geländeabschnitte
Diese Ziele erreichen die Hundeführer durch die Ausbildung der Rettungshunde in sogenannten kleinen Schritten. Dabei erarbeiten Hund und Hundeführer eine komplexe Aufgabe in einzelnen Teilschritten über das 4-Säulen-Modell. Nach diesem Modell konzentriert sich der Hundeführer in der Ausbildung auf einzelne Module wie die Nasenarbeit, das Führen und Lenken oder die Anzeige in voneinander getrennten Ausbildungsschritten. Erst wenn der Hund jedes einzelne dieser Module beherrscht, werden sie zur Suche mit all ihren Komponenten verbunden.
- Basisausbildungen BRH | Suchtrupphelfer | Karte & Kompass | GPS | Funken | Erste Hilfe Hund & Mensch
- Dauer » in der Regel 2-3 Jahre
- Einsatzgebiet » Wälder | Wiesen | Parks
- Einsatz bei » witterungsunabhängig | bei Tag & Nacht
- Suche nach » jeden menschlichen Geruch
- Prüfungen » Begleithundeprüfung (BH) | Gewandheitsprüfung Fläche | Vor- & Hauptprüfung Fläche
- Offizielle Einsatzfähigkeit » erfolgt nach bestandenen Hauptprüfungen
Für ein dicht bewaldetes Gebiet von 20.000 m² - dies entspricht etwa 5 Fußballfelder – braucht eine menschliche Suchkette von 50 Personen ohne Hund mehrere Stunden Zeit. Ein Rettungshundeteam hat dieses Gebiet flächendeckend in ca. 20 Minuten durchsucht.